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FAZIT!

Found Footage? Ja, bitte!

Insgesamt hat mir die Arbeit innerhalb des Seminars und mit den Rechner sehr gut gefallen. Ich hatte vorher ein wenig Unlust, da ich vermutete, dass dieses Projekt sehr Zeitaufwenidg sein würde. Diese Unlust änderte sich aber schnell, als ich merkte, dass ich sehr nette und unkomplizierte Teamkolleginnen hatte und wir uns schnell auf ein Thema einigen konnten.

Die Arbeit am Rechner ist eine neue Erfahrung für mich. Neben Photomontage hatte ich noch nie mit dem Computer "Kunst" gemacht. Der erste Einblick in den Bereich des Films und des Found Footages hat mich sofort begeistert, sodass ich schnell den Ergeiz entwickelte, einen Film entstehen zu lassen.

Ich denke auch, dass ich Vorteile bezüglich der Schnittarbeit hatte, da ich auch mit einem musikalischen Auge bzw. Ohr geschult war, eine vernünftige Tonmonatge zu erarbeiten.

Nachdem wir nun unseren Präsentationstag hatten, möchte ich mir die Freiheit nehmen, unseren Film mit den Filmen der anderen Seminarteilnehmer zu vergleichen:

Als erstes vergleiche ich unseren Film mit dem, mir am stärksten konkurrierenden, Film von Aaron und Per.

Beide Filme unterschieden sich stark in ihrer Charakteristik. Neben den unterschiedlichen, thematisierten Inhalten, war die Schnittrhytmik ganz anders. Aaron und Per setzten einen Schwerpunkt auf Schnelligkeit und auch Individualität, indem sie auch fremde Filmausschnitte intergriert hatten und auch mehrere Tonspuren als Wirrwarr benutzten. Unser Film hingegen war für eine gewisse Reinlichkeit und auch Struktriertheit charakteristisch.

Im Vergleich zu den anderen Filmen möchte ich mir erlauben zu sagen, dass die anderen Filme wenig Struktur und Aussagekraft hatten. Man bekam auch schnell über aufkommenden Fragen der Studentenschaft und der Lehrenden mit, dass wenige die Filme verstanden hatten.

Außerdem waren wir bedacht, als wir unseren Film entsthehen ließen, die goldenen Regeln, die uns Herr Steinkopff als Arbeitsgrundlage sagte, zu berücksichtigen.

So existierte bei dem einen Film keine Tonspur, in der eigentlich durch Rauschen oder Geknister die Stille hätte verdeutlicht werden sollen, und bei dem anderen Film war die Tonspur nicht kompatibel mit den Bildmontagen.

Ich möchte unseren Film nicht als den Besten darstellen, jedoch fiel mir während der Präsentation auf, dass die Qualität der Filme sehr stark variierte.

 

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich mich darauf freue, den Film auch einem noch größeren Publikum zeigen zu können, wenn wir zu dem Filmfestival nach Osnabrück gehen. Ich freue mich auf das Feedback erfahrener Filmemacher und auf die Diskussionen, die hoffentlich danach entstehen werden. Ich hoffe, ich werde damit Erfahrungen sammeln können, die ich später in einem hoffentlich zukünftigen Projekt benutzen kann.

12.2.07 20:29


Résumé der öffentlichen Premiere unseres Films am 08.02.2007

Stolz schauen wir auf unser Werk zurück!

 

An meinem Geburtstag, den 8. Februar, hatten wir unseren Präsentationstag.

Es war so weit. Wir konnten unseren Film "I´m used to pain!" einem größeren Publikum zeigen!

Ich war sehr nervös, da ich nicht wusste, wie die Kommilitonen und Lehrenden auf unseren Film reagierten und ob sie überhaupt den Film verstehen würden.

Bevor der Präsentationstag war, setzten Julia, Kirsti und Ich nochmals zusammen, um darüber zu reden, wie wir dem Publikum unseren Film näher bringen könnten. Julia war in einer heiklen Situation, ein Referat über unseren Film halten zu müssen. Wir wussten alle, dass es schwierig sein werde, dem Publikum in kürzester Zeit den Film deutlicher zu machen und ihn dann auch auf einen Text zu beziehen, der innerhalb des Theorieseminars besprochen worden war.

Wir suchten uns Hilfe bei Herrn Steinkopff, um von ihm zu erfahren, welche Fragen, die wir uns vorher überlegt hatten, geeignet und weniger geeignet seien.

Unser größtes Anliegen bei der Präsentation war ein Feedback, damit wir auch schauen könnten, welche Sachen wir hätten anders machen können.

Nach einem längeren Gespräch mit Herrn Steinkopff, entschieden wir uns für drei Fragen, die wir während der Präsentation zum Ausfüllen verteilen würden.

1. Was beinhaltet der Film?

2. Mit welchen Mitteln versuchen wir dies zu erreichen?

3. Was theamtisiert der Film?

 

Leider bekamen wir wenig Feedback von unseren Kommilitonen, jedoch war von den wenigen Antworten zu entnehmen, dass das Thema Schmerz und Leid deutlich geworden sei. Des weiteren hatten die Studenten schnell erkannt, dass wir hautsächlich mit Hilfe des Tons und der wiederholenden Szenen Schmerz, Leid und Lust erreichen wollten und auch ereicht hatten. Ferner bekamen wir bzw. Ich ein Lob, dass die Carmina Burana sehr gut zu den Szenen gepasst und einem Gänsehaut bereitet hätte. Es sei keine Ergänzung zum Film gewesen, sondern es sei das stärkste, emotionale Mittel und somit beste Hauptgestaltungmittel gewesen, um das Thema Schmerz zu übermitteln.

9.2.07 20:05


Die letzten Schritte sind gemacht!

Ich habe Kirsti und Julia stolz meine Arbeit gezeigt! Ich war selbst sehr zufrieden mit meiner Tonmontage, war mir aber unsicher, wie die beiden meine Arbeit finden würden. Sie waren aber sehr zufrieden damit.

Unsere Arbeit neigte sich langsam dem Ende zu. Wir waren nur noch ein wenig unzufrieden, da wir immernoch zu wenig Ecken und Kanten in unserem Film hatten.

Wir überlegten uns, dass wir über eine weitere Tonspur, einen weiteren Kritikpunkt bezüglich des Künstlermythos aufgreifen und in unseren Film integrieren könnten.

Wir nahmen also, mit Hilfe von Florian, Stöhngeräusche und schmerzende Geräusche auf. Es war eine Herausforderung für uns, diese Geräusche authentisch aufzunehmen. Jedoch schneideten wir uns eine Tonspur zusammen, die dem Geschrei von Frida Konkurrenz machen konnte.

Wir montierten diese also in unseren Film an die Stellen, in der Frida selbst schrie und stöhnte. Wir versuchten damit, einen Konkurrenzkampf und eine kleine Parodie auf das leidende Bild von Frida entstehen zu lassen.

Endlcih war unser Film voll von Ecken und Kanten und wir, als Künstler, waren mehr als zufrieden mit unserem Film.

 

4.2.07 19:42


Alleine stiefelt der Kater durch den Wald!

Ich saß nun alleine vor unserem Schnittplatz und überlegte mir, welche Musikpassagen ich für unseren Film nehmen könnte.

Unter die drei Farbfelder, die sich in der Exposition voneinander ablösten, legte ich auch den Anfang der "O Fortuna". Die zeitliche Länge der Farbfelder arrangiete ich so an, dass der Paukenschlag in der Musik mit den Farbfeldern wechselte.

Die leisen Männerstimmen, die zwischenzeitlich in der Musik vorkommen, nahm ich als Hintergrundmusik und auch als Geräuschkulisse, wenn die Dramaturgie sich ein wenig beruhigen und zugleich anspannen sollte. Der marschierende Charakter des Männergesang trug dazu bei, dass er m. E. die Anspannungen des Zuschauers mher stimulierte. Der leise Gesang stand auch im Gegensatz zu den Höhepunkten des Films, die ich mit dem lauteren Haupt-Melodieteil der Carmina Burana unterlegte.

Probleme:

Ein großes Problem war für mich die Zusammensetzung der einzelnen Musikteile, da sie in der Durchführung Tonartenwechsel beinhalteten und somit auch schwer in ihrer Tonalität zusammensetzbar waren. Dieses Problem versuchte ich ein wenig abzuschwächen, indem ich mit Blenden arbeitete, um somit einen besseren Übergang zwischen zwei Melodieteilen zu erreichen.

Ein weiteres Problem war für mich, die Musikabschnitte mit den Sequenzenden bündig enden zu lassen oder einen inhaltlichen Übergang über die Musik zu schaffen. Die Übergänge schienen schwerer zu sein, als ich vorher gedacht hatte. Ich bearbeitete somit innerhalb des Film die nicht kompatiblen Szenen, indem ich sie verlängerte, verkürzte oder sie als Standbild einrichtete.

 

Der Ton steht nun endlich, ist der Film damit auch fertig?

2.2.07 18:34


Ein Protokoll, das uns half, etwas zu verändern.

Einstellungsprotokoll

Geburt wo ist dein Tod“

Verena Kühn, Kirsti Loewe und Julia Ninnemann

Nr.

Inhalt

Einst.größe

Kamerabew.

Perspek-tive

Ton

Sonstiges

1

Schwarzes

Bild

Detail

Keine(bzw.Zoom)

Nah

Herz-

schlag


2

Weißes Bild

Detail

Keine

Nah

Kinder-

Lachen


3

Rotes Bild

Detail

Keine

Nah

O Fortuna


4

Schwarzes Bild

Detail

Keine

Nah

Herz-schlag

Ver-körpert

Geburt

5

Frida schreit Spiegel an




Original

Schrei

Es lebe das Leben 10:50 min.

6

Frida im Kranken-haus




Ton der

Stille

Es lebe...

87. min.

7

Weißes Bild

Detail

keine

Nah

Lachen

Schreie


8

Kinder






9

Fridas Puppen-

spiel




Lachen

Schreie

Es lebe…

67. min.

10

Schwarzes Bild






11

Schwarzes Bild




Ge-

stöhne

Es lebe…

4. min.

12

Fridas

Sexualität




Ge-

stöhne

Salma

Hayek

13

Rotes Bild




O Fortuna


14

Gynäkologen Stuhl




O Fortuna

Es lebe…

70.min.

15

Frida schreit Spiegel an




Es lebe…

10:50

16

Schwarzes Bild




Kinder

Herz-

schlag


17

Herauszoom




Ab-nehmendes kinder-geschrei


18

Weißes Bild




Abnehmen

O Fortuna


19

Übergänge ins rote




Herzschlag


Dieses Protokoll soll noch einmal deutlicher machen, welche Überlegungen wir hatten, bevor unser Film ein neues Gesicht bekam.
30.1.07 18:03


Und weiter gehts!

Found Footage ist wie ein Puzzle: man sucht das passende Teil, um es dann an ein anderes anzufügen!

Ja, ja so ist das mit dem Filme machen. Unser Film glich, nach dem Rausschmiss aller unwichtigen Szenen, einem Schlachtfeld und auch einem unvollendeten Puzzle, das wir noch heute zusammenfügen wollten.

Unsere erste Sequenz, also die Einleitung, war noch ganz geblieben, wodurch wir uns als erstes mit dem Hautteil beschäftigten. Es war schwer, eine gute einleitende Szene zu finden und auch die darauf folgenden Szenen richtig anzuordenen. Neben dem Rausschmiss des Materials hatten wir uns auch mit Herrn Steinkopff geeinigt, eine Szene als retadierendes Moment einfließen zu lassen, um auch mehr Ecken und Kanten zu bekommen. Wir entschieden uns hierbei für eine Szene aus dem Film "Viva la Vida", in der man Frida liegend und schreiend/stöhnend in einem Bett sieht.

Wir haben diese Szene auch in der Einleitung unter dem Gesichtspunkt der leidenden Frida benutzt, jedoch steht sie nun im Hauptteil unter dem Aspekt der genießenden, aufgewühlten Frida.

Um dem Hautteil mehr Gewichtung zu verleihen, haben wir die Erotikszene aus "Frida" (2002) bearbeitet.

In der Sequenz, in der Diego Fridas Körper bewundert, haben wir die Einstellungen herausgeschnitten, in denen Fridas Gesicht gezeigt wird. Das Hauptaugenmerk soll nur auf dem Körper liegen. Danach folgt eine Bildmontage, in der wir das "Fallen ins Bett" überspitzen, indem wir den Fall vier mal wiederholen. Als weitere Überspitzung und Weiterleitung dient uns die Szene, in der Frida mit einer französischen Dame schläft.

Es findet daraufhin ein Bruch statt. Die Szene, die oben als retadierendes Moment beschrieben wurde, folgt auf diese Sex-Szene.

Die dramatischen Momente spitzen sich zu. Es folgt die dritte Farbtafel, in der wir das mittlere Stück der ersten Strophe von "O Fortuna" erscheinen lassen. Nun kommt eine zentrale Szene, in der wir wieder zum Leid und Schmerz von Frida Kahlo zurück kommen. Wir haben in diesem dritten Teil unsere einzige verbale Äußerung von Frida aufgenommen, in der sie sagt: "I´m used to pain!". Diese Einstellung haben wir als zentralen Moment vier mal wiederholen lassen.

Daraufhin folgen mehrer Szenen, in denen die leidende und erstmals blutende Frida gezeigt wird. Unser Film findet ein Ende, wenn Frida auf einem Krankenhausbett in ein weißes Farbfeld hinausgeschoben wird und wir nun das Ende der Strophe auf diesem Feld lesen können. Die Dramatik endet hier und wir bekommen das Bild "Wurzeln" von Frida über eine weiche Blende langsam zu sehen.


 

 

 

 

So - Der Film war wieder da mit Ecken und Kanten, aber keiner richtigen Tonspur!

Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Zeit die Carmina Burana zu integrieren. Ich bezweifelte auc inzwischen, ob die Musik zu unserem Film passen würde.

Ich entschloss mich also, bis zum nächsten Treffen, die Musik bearbeitet und digitalisiert zu haben.



28.1.07 17:58


Mut zum Rausschmiss!

Wir hatten ein längeres Gespräch mit Herrn Steinkopff, nachdem er sich die Rohfassung unseres Films angeschaut hatte .

Es stellte sich während des Gesprächs heraus, dass wir einen zweiten Hollywood-Streifen gedreht hätten. Wir erzählten ohne Ecken und Kanten eine Geschichte über Frida Kahlo. Bei Found Footage solle mehr mit Kritik und Montage gearbeitet werden, so Steinkopff. Für uns war dieser Kritikpunkt erst sehr unproduktiv, da wir unsere Rohfassung sehr gut fanden, jedoch entschieden wir uns im Laufe des Gesprächs zu mehr Ecken und Kanten. Unsere Frida Kahlo wurde über bestimmte Bildmotive thematisiert. Erst, als uns Herr Steinkopff darauf hinwies, dass wir unbewusst nur den Körper von Frida thematisieren, fiehl uns unsere "einseitige Bildauswahl" auf. Diese Auswahl war bezüglich unseres Ursprungsthemas nicht abwägig, da wir ihr Leiden am ehesten über ihren Körper verdeutlichen konnten. Es wurde uns aber auch deutlich, dass der Film wenig Freiraum für Fragen hinterließ, da wir über die Bilder zu viel erzählten.

Nachdem das Gespräch mit Herrn Steinkopff beendet war, setzten wir uns nochmals an unseren Schnittplatz und löschten viele Szenen aus dem Film. Es erforderte irgendwie Mut, so viele Szenen herauszunehmen und am Ende einen zerstückelten Film zu haben. Wir fingen praktisch wieder fast von vorne an.

Nachdem wir diese schwere Tat vollbracht hatten, machten wir Feierabend, um bis zum nächsten Tag neue Ideen zu sammeln.

 

26.1.07 12:14


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